Risiko-Management in der Kennzeichnung

Ein Risiko Management ist für alle Unternehmen die nach ISO-9001 zertifiziert sind eine Voraussetzung. Dessen Effektivität ist jedoch sehr unternehmensspezifisch, und die Sensibilität gegenüber dem Risiko ist meistens eine Eigenschaft der Branche, in der das Unternehmen operiert.

Welche Branchen sind also Risiko-Sensibel?

Der Lifesciences Markt mit den Branchen: Pharmazeutik, Medizintechnik, Chemie und Lebensmittel sind schon von Gesetzeswegen sehr risiko-sensible Branchen. Da diese Produkte im oder am Menschen zur Anwendung kommen, unterliegen sie deshalb strengen Qualitätskontrollen. Nicht zuletzt hat die Kennzeichnung hier einen grossen Stellenwert.

Die Produkte und deren Inhaltsstoffe werden über die Kennzeichnung identifiziert und unterschieden. Aber auch deren Verwendung, die Handhabung und Anwendung wird oftmals auf den Etiketten angegeben. Brachen wie die Automobil- oder Elektronik-Branche haben ebenfalls eine hohe Risiko-Sensibilität, da sie die Massenfertigung und menschliche Risiken managen müssen.

Jede Branche hat demnach ihre eigenen Herausforderungen, bezüglich der Kennzeichnung. Erfahren Sie auf unseren Brachenseiten, welche Herausforderungen in der Kennzeichnung, in Ihrer Branche wichtig sind.

Welche Unternehmen haben das grösste Risiko?

Wir denken, dass das Risiko mit dem Unternehmen und nicht nur mit der Branche zusammenhängt. Am Beispiel der Lebensmittelindustrie, finden man im Internet einige Beispiele von Produktrückrufen, aufgrund der falschen Kennzeichnung von Allergenen (diese müssen in der EU seit 13.Dezember 2014 speziell hervorgehoben werden).

Ob dies nun ein Indikator für eine besonders sensible Branche ist oder nicht, darf jeder selbst beurteilen. Diese Fälle zeigen jedoch, wie beispielsweise eine neue Verordnung zu Produktrückrufen führen kann. Dies alleine aufgrund einer vermeintlich kleinen Anpassung in der Kennzeichnung.

Sie brauchen Hilfe bei der Kennzeichnung von Allergenen? Unsere Experten helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung.

Allergene richtig kennzeichnen








    Allergene richtig kennzeichnen








      Ein Warnzeichen in 3D zum Thema, welche Unternehmen das größte Risiko in der Kennzeichnung bezüglich Produkrückrufen aufgrund falscher Etiketten haben.

      Effektivität eines Risiko Managements

      Die Effektivität des Risiko Managements, bezüglich der Kennzeichnung, widerspiegelt sich in drei wichtigen Punkten:

      durch die Risikoanalyse des Kennzeichnungsprozesses selbst

      durch die historischen Zwischenfälle

      durch die aktuelle Prozessgestaltung

      Ist die Kennzeichnung Bestandteil Ihrer Risikoanalyse?

      Ohne in die Details der Risikoanalyse abzutauchen, stellt sich die Frage wie gut der Kennzeichnungsprozess in Ihrem Risiko-Management abgebildet ist. Wichtig erscheint uns hier primär, welche Schlussfolgerungen und Risiko-Massnahmen Sie daraus ableiteten. Sind Sie in Ihrem Unternehmen für die Kennzeichnung verantwortlich?

      Dann stellen Sie sich folgende Fragen:

      Kennen Sie die Risikobeurteilung über den ganzen Kennzeichnungsprozess (End-2-End)?

      Kennen nur Sie die Risiken, oder sind diese auf verschiedenen Managementebenen bekannt?

      Umgang mit Risiken: Wie gehen sie mit den Risiken um? Tendieren Sie dazu Prozessunzulänglichkeiten mit visuellen oder automatischen Inspektionen auszugleichen oder die Probleme eher grundsätzlich an der Wurzel zu packen?

      Eine Grafik mit eine Mann, der eine Nadel einer Anzeige von hohem Risiko zu niedrigem Risiko zieht.

      Historische Zwischenfälle in der Kennzeichnung

      Wiederkehrende oder häufige Zwischenfälle in der Kennzeichnung sind ein schlechtes Omen für das Risiko-Management. Sie geben Zweifel über die Effektivität eines Risiko-Managements und erhöhen insofern auch die Gefahr für einen Produkterückruf. Daher sollten Sie diese Zwischenfälle, mit Blick auf die Historie aufzeichnen und regelmässig beurteilen.

      Vorbeugung von Produkterückrufen

      Bei der Prozessgestaltung haben Sie den grössten Hebel, um Produkterückrufen vorzubeugen. Entscheidend sind hier drei Stichworte:

      Unser Panik-Index für die Kennzeichnung

      Wie hoch sollte Ihre Panik bezüglich eines Produkterückrufs auf Grundlage eines Fehlers in der Kennzeichnung sein?
      Mit dieser Checkliste können Sie den Panik-Index messen:

      Frage keine Panik Panik steigt
      Ist der Kennzeichnungsprozess als Geschäftskritisch eingestuft? Ja Nein
      Erfolgt die Auswahl der Etiketten-Vorlage für einen Druckprozess automatisch? Ja Nein
      Werden Daten, die auf dem Label angedruckt werden, teilweise manuell eingegeben? Nein Ja
      Gibt es einen dokumentierten und rückverfolgbaren Prozess für Änderungen an Etikettenvorlagen? Ja Nein
      Gibt es einen dokumentierten und rückverfolgbaren Prozess für Änderungen an Daten, die auf dem Etikett angedruckt werden? Ja Nein
      Werden Etiketten im Vier-Augen-Prinzip freigegeben? Ja Nein
      Verifizieren Sie die gedruckten Etiketten maschinell oder visuell? Ja Nein
      Verfügen Sie über ein Berechtigungskonzept für die Erstellung und Änderung von Etiketten? Ja Nein
      Haben Sie Ihr Kennzeichnungssystem validiert? Ja Nein
      Haben Sie für unterschiedliche Standorte, Produkte oder Prozesse unterschiedliche Lösungen im Einsatz? Nein Ja

      Wie Sie die Kennzeichnung zu einem Erfolgsfaktor machen

      «Risiken sind immer auch Chancen» Dieser Spruch kennt wohl jeder, dennoch finden wir ihn hier sehr passend. Die Kennzeichnung ist und bleibt ein Risikofaktor für Produktrückrufe. Daher ist dies die Gelegenheit, mit einem ausgereiften und umfassenden Label Management System, und eben nicht «nur» einem Druckprogramm, diesen zu begegnen.

      Eliminieren Sie heutige Schwächen in der Kennzeichnung und machen Sie diese zum Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen.

      Möchten Sie mehr darüber erfahren?

      Unsere Experten zeigen Ihnen gerne wie Sie Ihre Risiken minimieren.

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          Über den Autor:

          Urs Bartholdi Produkt-Manager OPAL LABELMANAGEMENT

          Urs Bartholdi

          Produkt Manager & Compliance Officer

          Der Produkt Manager des OPAL Professional Service und seit 2018 bei OPAL Associates AG. Er war bei der Geburt des OPAL LABELMANAGEMENTES auf der Kundenseite schon dabei, weshalb auch seine DNA im Produkt zu finden ist.

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