Thermo-Transfer oder doch lieber Inkjet? Wählen Sie die passende Druck Technologie für Ihre Anwendung. Wir erklären Ihnen hier die wichtigsten Techniken.
Die richtige Etiketten Druck Technologie für SAP®
OPAL hat sein Labelmanagement-System auf Flexibilität und Effizienz ausgerichtet. Dabei war es uns wichtig, eine benutzerfreundliche Methode zu finden, die zur Arbeitsweise der meisten Unternehmen passt, die mit SAP unterwegs sind. Deshalb nutzen wir die Vorteile von SAP für die Daten und Prozesssteuerung.
Auf der Ausgabeseite auf Papier oder eine Maschinensteuerung, verlassen wir uns auf bewährte Methoden: Bei Office-, Thermotransfer- oder Thermodirekt-Druckern kommt bei uns der Windows Print-Spooler zum Einsatz, der über einen normalen Windows-Druckertreiber angesteuert wird. Dadurch erhalten unsere Kunden nicht nur eine gewohnte Schnittstelle, sondern auch eine Trennung zwischen den Verantwortlichkeiten von SAP und der internen IT.
Durch die Berücksichtigung der Vorteile der einzelnen Systeme und den modularen Aufbau, kann unser System sehr einfach an bestehende und neue Drucktechnologien angepasst werden. Technologien wie die Direktmarkierung mit Ink-Jets, Laser oder UV-Drucker werden immer mehr an unser Labelmanagement-System angeschlossen.

Drucktechnologien im Überblick
Welche Technologie passt zu meiner Anwendung? Klicken Sie auf eine Technologie, um mehr darüber zu erfahren:
Das Thermodirekt Druckverfahren
Unschlagbar in Preis und Formfaktor!
Beim Thermodirekt Druck wird ein wärmesensitives Trägermaterial gezielt vom Druckkopf an den Stellen erhitzt, an denen ein Farbumschlag zu schwarz erfolgen soll.
Anwendung: Thermodirekt-Drucker werden vorwiegend in Kassensystemen und Automaten als Belegdrucker und für mobile Anwendungen im öffentlichen Dienst und Logistikprozessen eingesetzt.
Vorteil: Günstiger Preis, kleiner Formfaktor, kein Farbmedium nötig
Nachteil: Wärmesensitiv (Wärme durch Reibung, Sonnenlicht oder Umgebungstemperatur können die Daten auf der Etikette unleserlich machen.
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Das Thermotransfer Druckverfahren
Der Druckkopf eines Thermotranfer Druckers unterscheidet sich nicht von einem Thermodirekt Drucker. Beim Thermotransfer-Prozess, muss aber kein spezielles Trägermaterial eingelegt werden, da die Farbe über ein Farbband auf das Trägermaterial übergeben wird. Farbbänder gibt es in verschiedenen Farben und bestehen aus einem Gemisch von Harz und Wachs. Je grösser der Harz-Anteil desto abriebfester, aber auch heikler bezüglich den Prozessparametern ist der Druck. Ein hoher Wachsanteil ergibt ein sattes Druckbild und der Druck ist weniger kritisch gegenüber dem Trägermaterial. Jedoch können Farbbänder mit viel Wachs verschmieren und unleserlich werden, wenn sie mit Ölen und Lösungsmittel in Kontakt kommen.
Anwendung: Thermotransfer-Drucker werden überall dort eingesetzt wo eine dauerhafte Auszeichnung sichergestellt werden muss. Diese Drucktechnologie ist in allen Branchen sehr verbreitet.
Vorteil: Prozesssicher, dauerhafte Auszeichnung, bewährt
Nachteil: Teurer als Thermodirekt-Druckverfahren
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Das klassische A4 Office Druckverfahren
Office Drucker arbeiten mit der Technologie von Laser oder Ink-Jet. Der Einsatz von Office-Druckern für Etiketten ist möglich, aber es gibt bessere Alternativen dafür (siehe Thermotransfer). Vorwiegend werden Office Drucker für den Formular Druck wie Auftragspapiere und Lieferscheine eingesetzt.
Anwendung: Etikettenbögen, Mehrfachetiketten oder Logistische Etiketten wie beispielsweise ein Materialbeleg oder eine Packliste. Diese Drucktechnologie ist in vielen Branchen verbreitet, insbesondere die Automobilbranche setzt das Druckverfahren für Warenanhänger ein.
Vorteil: Kostengünstiges Verbrauchsmaterial, Farbdruck, bewährt
Nachteil: Eine robuste und langlebige Kennzeichnung (Produktkennzeichnung) ist nicht möglich, daher primär für Logistische Etiketten im Einsatz
InkJet Direktbeschriftung
Bei der Inkjet Direktbeschriftung wird die Tinte berührungslos auf eine Oberfläche übertragen. Damit fällt ein Medium weg – das Etikett.
Anwendung: Automatisierte Verpackungsanlagen, Lebensmittelindustrie, auf nicht ebenen Flächen.
Vorteil: Günstiger Preis, sehr schneller Druck, berührungslos, Fast für alle Oberflächen geeignet
Nachteil: abwischbar; Damit die Tinte nicht eintrocknet, muss der Druckkopf regelmässig gereinigt werden.
Laser Markierung
Bei der Lasermarkierung wird die Beschriftung durch stark fokussiertes Licht mit viel Energie erzeugt. Die Hitze, die durch den Laserstrahl erzeugt wird, bewirkt je nach Material und Lasertyp, eine chemische und/oder physikalisch Veränderung, die sich in der Farbe vom nicht erhitzten Material unterscheiden kann.
- Organischen Materialien wie Papier, Holz oder Leder werden durch die lokale Hitze vom Laser verkohlt. Kunststoffe werden oft mit Zusätzen versehen, um die Infrarotstrahlung des Lasers besser zu absorbieren und den gewünschten Farbumschlag zu erzeugen.
- Anlassfarben auf einigen Metallen entstehen durch die Oxidationsprozesse, die bei bestimmten Temperaturen stattfinden. Von Stahl sind die bläulichen Anlassfarben bekannt.
- Bei beschichteten Materialien kann eine Schicht mit dem Laser abgetragen werden, so dass die darunterliegende Farbschicht hervortritt.
- Bei Materialien, die keine kontrastreichen Farbänderungen hervorrufen, kann mit der Tiefengravur das Material lokal abgetragen und anschliessend mit einer Farbe aufgefüllt werden.
Anwendung: Automatisierte Verpackungsanlagen, Lebensmittelindustrie, auf nicht ebenen Flächen.
Vorteil: Lösungsmittel-, Wasser- und wischfest; sehr dauerhaft; vielseitig; berührungslos
Nachteil: Teuer in der Anschaffung, Schutzkonzepte vor Laserstrahlen müssen eingehalten werden.
UV-Direktdruck
Der UV-Direktdruck wird wie beim Inkjet Verfahren die Tinte auf das Werkstück gebracht. Im Gegensatz zum Inkjet, bei dem die Tinte ins Material eindringt und trocknet, bleibt die Tinte beim UV-Direktdruck auf der Oberfläche und wird anschliessend mit ultraviolettem Licht gehärtet.
Anwendung: Der UV-Direktdruck hat seinen Ursprung in der Grafikindustrie für die Herstellung von Grossformaten und dem Bedrucken von Textilien. Mittlerweile ist die Auflösung und Technik so vorangeschritten, dass das Verfahren auch für das Product Branding und Produkte-Auszeichnung eingesetzt werden kann. Die Fähigkeit auf nicht ebenen Materialien zu drucken, sowie die relative gute Resistenz (2-3 Jahre im Aussenbereich) gegenüber UV-Strahlung und mechanischen Einflüssen, ebnen diesem Druckverfahren eine Breite Anwendung in allen Branchen die auf farbigen Druck angewiesen sind.
Vorteil: mehrfarbig; keine Lösungsmittel, auf fast allen Oberflächen einsetzbar; gute Resistenz bzgl. UV-Strahlung und mechanischen Einflüssen.
Nachteil: Teuer in der Anschaffung, Erstellung von Bestückungsschablonen für Positionierung.
Electronic Shelf Label (ESL)
Electronic Shelf Labels (ESL) gibt es in verschiedenen Technologieausführungen. Die neusten Generationen bestehen aus dem Anzeigemodul, in dem ein E-Paper oder E-Ink für die Anzeige verwendet wird. Weiter muss ein Kommunikationsmodul im ESL integriert sein, das über ein hochfrequentes Signal wie Bluetooth oder NFC kommunizieren kann. Die Energieversorgung kann über eine kleine Batterie im ESL sichergestellt werden, aber es gibt auch schon Anwendungen, die ohne Batterien auskommen. Dabei wird die Energie über eine Radiofrequenz dem ESL zur Verfügung gestellt. Eine Sendeeinheit kann die Daten an die ESL’s übertragen. Mit einem guten Label Management System ist der Schritt vom Drucker auf die digitale Anzeige keine grosse Herausforderung.
Anwendung: Der grosse Markt von ESL’s ist vorwiegend der Retail-Markt. Es gibt aber auch sinnvolle Anwendungen in der Logistik, bei denen die ESL’s die Prozesse effizienter und sicherer gestalten können.
Vorteil: Keine Umetikettierungs-Aufwände; Schnelle Beschriftung und dynamische Preisgestaltung
Nachteil: Teuer in der Erstimplementierung, Hohe Anforderungen an die Systemverfügbarkeit.
Welche Druck-Technologie passt zu Ihnen?
Egal für welche Technologie sie sich entscheiden: Unsere Experten stellen Ihnen gerne weitere Informationen zu den einzelnen Technologien zur Verfügung oder zeigen Ihnen, wie Sie die Technologie mit Ihrem System verbinden können.




