Welche Stammdaten sind relevant für Ihre Etiketten?

Bevor wir über die Auswirkungen und die Bedeutung von Stammdaten sprechen, möchten wir aufzeigen, welche Stammdaten überhaupt relevant für Etiketten sind. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns dabei primär mit Produktetiketten. Logistische Etiketten benötigen hingegen nur wenig Stammdaten.

Klassische Materialstammdaten ist wahrscheinlich das erste, was Ihnen in den Sinn kommt. Typische Material-Stammdaten sind: Materialnummern, Bezeichnungen, Gewicht, Volumen, Masse, Temperaturbedingung, Lagerungsbedingungen etc. Insbesondere bei den Bezeichnungen sind diese oftmals sprachenabhängig, andere wiederum Werksspezifisch.

Die Gebinde oder SKU (stock-keeping unit) Informationen sind für die Etikettierung ebenfalls sehr wichtig. Dabei wird oftmals abweichende Mengenberechnungen, Mengeneinheiten, Packgrössen oder EAN/GTIN Nummern etc. auf den unterschiedlichen Verpackungsstufen gedruckt.

Wenn Sie OEM oder Private-Labeling betreiben, dann kennzeichnen Sie Ihre Produkte mit kundenspezifischen Informationen. Typischerweise sind dies Kunden-Material-Nummern, abweichende Bezeichnungen, EAN/GTIN Nummer oder Branding Informationen. Bei Handelsware sind Herstellerinformationen auf den Etiketten als zusätzliche Angaben für Ihre Kunden wiederum dienlich.

Bei konfigurierbaren Produkten definieren Sie beliebige Attribute wie Farbe, Anwendungsgebiete, Versionen oder Ausprägungen als Varianten oder Auftragsspezifische Konfigurationen. Dabei nutzen Sie je nach produzierter Variante oder Konfiguration, diese Attribute auf Ihren Etiketten.

Produktattribute sind je nach Branche sehr unterschiedlich. Diese setzen meistens auf dem Produkt oder einer Konfiguration auf. Beispiele dafür sind Anwendungsangaben und Handlings Informationen, wie die sterile Verwendung eines Produkts, oder seine Einstufung wie z.B. Gefahrenstoffe für gefährliche chemische Gemische.

Produktzertifizierungen wie beispielsweise CE, UL oder weitere industriespezifische Zertifizierungen, müssen Sie auf Ihren Produkten teils schon von Gesetzes wegen andrucken. Diese Stammdaten pflegen Sie oftmals als Referenzen zur Verwendung von Piktogrammen oder Grafiken.

Auch Angaben über die Leistungen Ihrer Produkte sind Teil der Produktkennzeichnung. Stammdaten wie beispielsweise die Nennleistung, den Stromverbrauch, Energieklassen, IP-Schutzklassen und viele mehr, sind Leistungsdaten welche zwingend für die Kennzeichnung sind. Insbesondere bei elektronischen Geräten spielen diese eine wichtige Rolle.

Die Top 5 Herausforderung bei der Pflege von Stammdaten

Wir haben hier eine Sammlung, der typischen Herausforderungen im Bereich der Stammdaten, für Sie zusammengetragen.
Planen Sie die Einführung eines neuen Label-Managements, oder müssen Sie neue Etiketten erstellen?

Dann sind Sie sicherlich mit mindestens einer der Herausforderungen konfrontiert. Nicht zuletzt sind diese Herausforderungen aber auch täglich anzutreffen und bedingen eventuell eine Verbesserung Ihres heutigen Systems – Keine Sorge, wir bieten hier gute Lösungen um diese Herausforderungen zu meistern.

1. Unvollständige Stammdaten

Wie bereits aufgezeigt sind unterschiedliche Stammdaten für Etiketten notwendig. In vielen Fällen sind jedoch noch nicht alle relevanten Stammdaten bereits im ERP System vorhanden. Hintergrund dafür ist oftmals schlicht ein historisch gewachsenes Labeling, verbunden mit einer heterogenen Systemlandschaft.

Dabei zeigt sich auch, dass vielfach die entsprechenden Stammdaten in den Etiketten selbst oder aber in einem Labeling System gespeichert sind. Eine Migration hin zu einem zentralen und strukturierten System für die Verwaltung von Stammdaten für Etiketten ist oftmals eine grosse Herausforderung. Damit verbunden ist auch die korrekte Aufbereitung, da teilweise die Qualität der Stammdaten nicht dem entspricht was Sie erwarten.

2. Keine Versionierung und Freigabe von Stammdaten

Sie erzeugen eine neue Revision Ihres Produkts. Ihr Produkt hat neue Zertifizierungen erfahren, oder die Rezeptur wurde angepasst. Was tun Sie nun mit den Etiketten?

Klar, Sie ändern die Etiketten. Jedoch haben Sie noch ältere Bestände Ihrer Produkte an Lager oder Ihre Produktion stellt erst in ein paar Tagen auf die neue Revision um. Nun stehen Sie vor der Herausforderung, dass Sie eigentlich mit zwei unterschiedlichen Versionen von Etiketten kennzeichnen müssen.

Genau hier liegt eines der grössten Probleme in Bezug auf Stammdaten. In den meisten Fällen sind Stammdaten in SAP nicht versioniert. Wenn wir uns mal den Materialstamm anschauen, dann stellen wir fest, sobald ein Material geändert wurde, sind diese Daten “Live”. Dies führt demnach sofort zu Änderungen an Ihren Etiketten. Mit dem Content & Alert Manager bieten wir hier eine umfassende Lösung für die Versionierung und Freigabe von Änderungen an Etiketten. Stammdatenänderung werden überwacht und Sie können Fehler identifizieren bevor diese in der Produktion geschehen.

3. Unerwünschte Auswirkungen durch fehlende Aufmerksamkeit

Bei der Pflege von Stammdaten sind sich Anwender oftmals nicht bewusst, was die soeben vorgenommene Änderung für Auswirkungen auf die Kennzeichnung hat. Wird ein neues Produkt angelegt mag ein kontrollierter Prozess die Aufmerksamkeit auf diese Auswirkung absichern.

Bei der Vielzahl der unterschiedlichen Abteilungen, welche im Nachgang Stammdaten ändern, ist es oftmals jedoch nicht einfach diese sicherzustellen.

4. Fehlendes Berechtigungskonzept

Je nach Konzept, ist es teilweise nicht möglich die Berechtigungen für die Pflege von Stammdaten so granular wie nötig umzusetzen. In vielen Fällen fehlt hierbei ein Berechtigungskonzept, welches auch dem Labeling Rechnung trägt.

Dadurch nehmen Personen Änderungen an Stammdaten vor, ohne sich über die Auswirkungen auf die Kennzeichnung bewusst zu sein.

5. Fehleranfälligkeit da mal schnell geändert

Obschon viele Systeme und Module im SAP die Möglichkeit zur Versionierung bieten, stellen wir fest, dass diese kaum genutzt werden. Nehmen wir als Beispiel den klassischen Materialstamm, wird hier die Materialbezeichnung geändert, so gilt diese neue Bezeichnung ab sofort.

Dies gilt ebenso für die Klassifizierung und die entsprechenden Bewertungen: sie alle sind schnell geändert und wirken sich dabei direkt auf die Kennzeichnung aus. Dies kann den Kennzeichnungsprozess, mitten in der Produktion verändern.

Wie Sie das perfekte Zusammenspiel von Stammdaten und Etiketten erreichen

Stammdaten fix in Etiketten zu hinterlegen und diese mit enormen manuellen Aufwand zu pflegen, entspricht nicht mehr den Ansprüchen an ein effizientes und sicheres Label Management. Und dennoch stehen viele Unternehmen zu Beginn genau an diesem Punkt.

Unser Vorschlag ist ein Label Management System, dass auf Stammdatenänderungen mit unterschiedlichen Versionen reagiert. Sie werden auf neue Versionen hingewiesen und die neuen Daten werden erst in die Kennzeichnung übernommen, wenn Sie diese auch formal freigegen. Über ein Live-Monitoring können Sie jederzeit die Veränderungen tracken und Ihre freigegebenen Versionen verfolgen. Würde Ihnen ein solches System helfen, Fehler zu vermeiden, bevor sie entstehen?

Content & Alert Manager: Dynamische Etiketten ohne Fehler

Ja das ist möglich! Dynamische Etiketten zu drucken bedeutet, dass Sie mit einem Template arbeiten. Ein Template deckt dabei je nach Definition ein komplettes Produktsortiment ab. Ihre Stammdaten sind zentral gepflegt, da diese ja auch für andere Prozesse und Systeme verwendet werden. Die Frage ist, wie stellen Sie sicher, dass jede Charge, jede Formulierung oder Produktrevision den korrekten Stand an Stammdaten verwendet?

Hintergrundbild zu Versionierung von Etiketten

Mit dem Content & Alert Manager stellen Sie sicher, dass Änderungen an Stammdaten sich nicht direkt auf ihren Etikettendruck auswirken. Wie der Name schon vermuten lässt, bietet er Ihnen die Möglichkeit Ihre Inhalte (Content) zu verwalten und geleichzeitig ein Monitoring mit einer Alarmierung (Alert) bei Veränderungen.

Die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:

  • Versionierung und Historie
  • Einfrieren von Etikettendaten
  • Freigabeworkflow für Versionen
  • Live Alarmierung
  • Pixelgenaue Versionsvergleiche
  • Zentrale Ablage für Etiketten
  • Langzeit-Archivierung

Fazit und Stimmen aus unseren Projekten

Egal wo Sie die Etikettendaten verwalten oder pflegen, es bleibt der wichtigste Themenbereich in jedem Label-Management Projekt. In unseren Workshops pflegen wir zu sagen;

Etiketten zeigen gnadenlos die Verfehlungen im Stammdaten-Management der letzten Jahre auf.

Oftmals führt diese Einleitung zu einem Lächeln bei den Teilnehmern, denn jeder weiss, wie wichtig das Thema Stammdaten für Etiketten sind. Wir haben dabei festgestellt, dass es oftmals nicht so ohne weiteres möglich ist, die Herausforderungen bei den Stammdaten in dem Projekt zu lösen. Mit dem Content & Alert Manager haben wir eine Lösung für Sie entwickelt, die Ihnen nicht nur Sicherheit in der Kennzeichnung bietet, sondern auch Zeit für die Bewältigung der Herausforderungen im Stammdaten-Management verschafft.

Da sich der Content & Alert Manager nahtlos in das OPAL Labelmanagement integriert, können Sie damit Ihre Kennzeichnung ergänzen und jederzeit verschiedene Stände von Etiketten drucken. Hierbei legen wir den Fokus auf Effizienz, es muss nicht zwangsläufig ein aufwendiger formaler Prozess sein, der eine neue Version der Etikette freigibt, das kann durchaus auch automatisch von statten gehen. Dabei über Änderungen informiert zu werden, ist hingegen der Schlüssel zur Absicherung der Kennzeichnung und der Vermeidung von Fehlern.

Sie möchten den Content & Alert Manger live erleben?

Unsere Experten zeigen Ihnen gerne in einer Live Demo wie einfach es ist, Etiketten zu versionieren, freizugeben und mit dynamischen Inhalten zu drucken. Fordern Sie hier direkt einen persönlichen Termin an.

Content & Alert Manager Demo jetzt anfordern








    Content & Alert Manager Demo jetzt anfordern








      Über den Autor:

      Der Label Consultant Rony Sieber von OPAL im Portrait

      Rony Sieber

      Teamleiter & Senior Consultant

      Der Teamleiter des OPAL Professional Service und seit 2003 bei OPAL Associates AG. Er ist der geistige Erfinder des OPAL Labelmanagement-Systems. Seine Projekterfahrung und Produktkenntnisse sind folglich unübertroffen.

      Ihnen hat der Beitrag gefallen?
      Teilen Sie ihn, mit nur einem Klick.